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Scramjet-Technologie löst das Henne-Ei Problem

Scramjets sind Triebwerke für Flugzeuge und für die erste Stufe von Raumschiffen. Sie funktionieren ab einer Geschwindigkeit von Mach 5 (5-fache Überschallgeschwindigkeit) bis Mach 15. Man setzt grosse Hoffnung auf Scramjets für die erste Stufen von wiedervewendbaren Raumtransporter da man dann auf die Mitführung von Sauerstoff verzichten kann. Bei diesen hohen Geschwindigkeiten funktionieren normale Jet-Treibwerke nicht mehr und Scramjets (zu deutsch Straustrahltriebwerke) sind so verlockend, da sie ohne bewegliche Teile auskommen. Bei normalen Triebwerken wir die Luft durch Kompressoren eigens verdichtet, bei Scramjets erfolgt die Verdichtung alleine durch den bei der hohen Geschwindigkeit entstehenden Straudruck.

Scramjets sind allerdings nicht auf Erden und im Windkanal zu entwickeln, da man keine Windkanäle mit genügend hohen Windgeschwindigkeiten bauen kann. Man kann die Scramjet-Technolgie also nur entwickeln und erforschen, indem man ein funktionierendes Triebwerk baut und in Realita erprobt. Da war bisher allerdings nicht möglich, da man nicht wusste wie man Scramjets konstruieren sollte - ein typisches Henne-Ei Problem.

Scramjets scheinen sehr instabil zu sein, sie reiten auf einer Kette von Turbulenzen. Alle bisherigen Versuche mit Prototypen sind gescheitert, die Prototypen sind mit schöner Regelmässigkeit nach wenigen Sekunden Flugzeit explodiert.

Nun ist es in einem Test erstmals gelungen einen Scramjet mehr als 3 Minuten fliegen zu lassen. Das ist reichlich Zeit um sehr viele Daten zu sammeln und die Technologie weiter zu entwickeln. Der Erfolg ist vermutlich zum einen den Fortschritten in der numerischen Simulation von Strömungsdynamik mit Computern zu verdanken, wie wohl auch dem Einsatz hoher Geldmittel aus dem amerikanischen Verteidigungsetat.

Auch wen der Einsatz von Scramjets zunächst militärischer Natur sein wird, besteht jetzt jedoch die Aussicht in 20-30 Jahren Primärstufen für Raumtransporter auf Scramjet-Basis zu entwickeln. Mit der Hoffnung dann endlich zu einer substantiellen Senkung der Transportkosten zu erreichen.

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