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	<title>Kommentare zu: Zur Zukunft der Ehtik</title>
	<link>http://verein.zukunft25.de/2009/05/07/germanzur-zukunft-der-ehtikgermanenglishthe-future-of-ethicsenglish/</link>
	<description>Denken und Handeln in langen Zeiträumen</description>
	<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 09:44:25 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Claudius Gros</title>
		<link>http://verein.zukunft25.de/2009/05/07/germanzur-zukunft-der-ehtikgermanenglishthe-future-of-ethicsenglish/#comment-216</link>
		<dc:creator>Claudius Gros</dc:creator> 
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 14:59:33 +0000</pubDate>
		<guid>http://verein.zukunft25.de/2009/05/07/germanzur-zukunft-der-ehtikgermanenglishthe-future-of-ethicsenglish/#comment-216</guid>
		<description>In der Tat hat der utilitaristische Ansatz etwas für sich und alle praktisch realisierbaren Ethiken werden eine  utilitaristische Komponente haben.

Ich sehe jedoch, u.A. das Problem der Bewertung. Um utilitaristische zu argumentieren muss man die Folgen gut abschätzen können. Das kann man jedoch in vielen Situationen nicht, insbesondere wenn es um Langzeitfolgen oder gesellschaftliche Effekte geht.

Wenn erlaubt ist, wie in den US derzeit, sachlich über Vor- und Nachteile von Folter zu sprechen und dieses Thema mit keinem Tabu belegt ist, wie wird sich diese Folterdiskussion mittel- und langfristig auf die Entwicklung der allg. Moral- und Ethikvorstellungen auswirken?

Ich denke, in diesem Fall, sind die Langzeiteffekte gross und gravierend. Da diese jedoch nicht genau zu quantifizieren sind (siehe auch meinen &lt;a&gt;Beitrag zu den Komplexitätsbarrieren&lt;/a&gt;) , werden die Langzeiteffekte diskontiert, d.h. sie spielen keine grosse Rolle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat hat der utilitaristische Ansatz etwas für sich und alle praktisch realisierbaren Ethiken werden eine  utilitaristische Komponente haben.</p>
<p>Ich sehe jedoch, u.A. das Problem der Bewertung. Um utilitaristische zu argumentieren muss man die Folgen gut abschätzen können. Das kann man jedoch in vielen Situationen nicht, insbesondere wenn es um Langzeitfolgen oder gesellschaftliche Effekte geht.</p>
<p>Wenn erlaubt ist, wie in den US derzeit, sachlich über Vor- und Nachteile von Folter zu sprechen und dieses Thema mit keinem Tabu belegt ist, wie wird sich diese Folterdiskussion mittel- und langfristig auf die Entwicklung der allg. Moral- und Ethikvorstellungen auswirken?</p>
<p>Ich denke, in diesem Fall, sind die Langzeiteffekte gross und gravierend. Da diese jedoch nicht genau zu quantifizieren sind (siehe auch meinen <a>Beitrag zu den Komplexitätsbarrieren</a>) , werden die Langzeiteffekte diskontiert, d.h. sie spielen keine grosse Rolle.</p>
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		<title>Von: jcl</title>
		<link>http://verein.zukunft25.de/2009/05/07/germanzur-zukunft-der-ehtikgermanenglishthe-future-of-ethicsenglish/#comment-215</link>
		<dc:creator>jcl</dc:creator> 
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 12:02:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://verein.zukunft25.de/2009/05/07/germanzur-zukunft-der-ehtikgermanenglishthe-future-of-ethicsenglish/#comment-215</guid>
		<description>Das ist eine wichtige Frage für die Zukunft: Nach welchen Gesichtspunkten soll man ethische Maßstäbe bewerten? Man kann ohne weiteres absolute Maßstäbe definieren - der utilitaristische Ansatz ist ja auch ein absoluter, d.h. überall und immer geltender Maßstab. Das Problem ist nur, dass nicht alle Menschen diesem Maßstab zustimmen werden und dass die Wahl ethischer Maßstäbe vom Zeitgeist abhängt.

Je präziser man ethische Grundsätze definiert, desto weniger allgemeine Zustimmung werden sie finden. 

Der typische nichtreligiöse Ansatz für einen Ethik-Maßstab ist der Kantsche Imperativ, auf den sich die meisten einigen können, der jedoch so umfassend ist, dass er auch Folterpraktiken zulässt. Ähnliches gilt für das Grundgesetz, das die Würde des Menschen für unantastbar erklärt, ohne diese Würde jedoch zu definieren. 

So gesehen hat der utilitaristische Ansatz durchaus etwas für sich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist eine wichtige Frage für die Zukunft: Nach welchen Gesichtspunkten soll man ethische Maßstäbe bewerten? Man kann ohne weiteres absolute Maßstäbe definieren - der utilitaristische Ansatz ist ja auch ein absoluter, d.h. überall und immer geltender Maßstab. Das Problem ist nur, dass nicht alle Menschen diesem Maßstab zustimmen werden und dass die Wahl ethischer Maßstäbe vom Zeitgeist abhängt.</p>
<p>Je präziser man ethische Grundsätze definiert, desto weniger allgemeine Zustimmung werden sie finden. </p>
<p>Der typische nichtreligiöse Ansatz für einen Ethik-Maßstab ist der Kantsche Imperativ, auf den sich die meisten einigen können, der jedoch so umfassend ist, dass er auch Folterpraktiken zulässt. Ähnliches gilt für das Grundgesetz, das die Würde des Menschen für unantastbar erklärt, ohne diese Würde jedoch zu definieren. </p>
<p>So gesehen hat der utilitaristische Ansatz durchaus etwas für sich.</p>
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