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Raumfahrt und das Leben im Kosmos

Raumfahrt und das Leben im Kosmos (HH,CG)

Man kann die heutige bemannte Raumfahrt zu Recht kritisieren. Sie ist zu teuer, bringt nichts und überhaupt ist der Mensch auf das Leben in der Schwerelosigkeit biologisch nicht vorbereitet. Doch wenn man die langfristige Sichtweise wählt, dann kann man sich fragen: Wird die Menschheit in 1000, 10000 oder in gar 100000 Jahren auch weiterhin nur die Erde besiedeln und für alle Zeiten damit beschäftigt sein mit sich selber in Frieden zu leben, die Kultur und Wissenschaft zu vervollkommnen?

In dieser Sinnfrage kann man natürlich ganz verschiedener Auffassung sein, eine endgültige Antwort zu finden ist unmöglich. Wenn die Menschheit langfristig in den Weltraum expandieren würde, dann hätte sie auch die Möglichkeit, dem irdischen Leben auf anderen Planeten neue Lebensräume zu erschaffen. Und damit etwas `Gutes’ zu bewirken, was weit über unsere eigene Existenz, die der Spezies Homo Sapiens, hinaus Bestand haben könnte.

Um mit Freeman Dyson zu sprechen (siehe Zitate):
“Our job is to help life spread out from this planet and make the rest of the universe as beautiful and varied as the Earth. Dead worlds may be beautiful, just as deserts may be beautiful, but worlds full of life will give birth to a far wider range of beauty.”

Es ist allerdings zweifelhaft, ob Regierungen oder die “Menschheit als Ganzes” je den langfristigen Willen aufbringen werden, derartige Unternehmungen ohne direkte wirtschaftliche Ziele zu finanzieren. Im allgemeinen wird es nur eine Minderheit sein, welche sich für die langfristigen Perspektiven einsetzen wird. Die überwäligende Mehrheit der Menschen wir immer ihre Prioritäten klar in Zielen der Gegenwart oder der nahen Zukunft setzen. Falls das langfristige Wachstums-Konzept der Stiftung Zukunft 25 Erfolg haben wird, dann werden der Stiftung einmal genügend Mittel zur Verfügung stehen, den Aufbruch in den Weltraum substantiell zu fördern.

Resourcenhunger als Treiber (KK)

Wenn auch keine Regierung finanzielle Mittel aufbringen wird, den Weltraum zu besiedeln, so werden dennoch langfristig auf der Erde die Resourcen knapp. Wenn die Menschheit nicht gerade ins dunkle Zeitalter zurückfällt, werden zunehmend mehr Resourcen benötigt. Wir werden dies auf extraterrestrischen Himmelskörpern finden. Kometen, Asteroiden, Monde, etc.

Davon wird eine erste Besiedlungswelle ausgehen. Wenn man von Wachstum als Prämisse ausgeht, bleibt der Menschheit keine Alternative als den Zugriff auf die Resourcen des Weltraums. Mit Recycling alleine wird ständiges Wachstum nicht gehen.

Es gibt Statistiken über die Besiedlung des Pazifik und ich finde eine Reise in einem Boot aus Stroh auf eine 1000 km entfernte Insel hat mit der Reise in einer Raumkapsel zum Mars einiges gemeinsam, beides ist zumindest ein Abenteuer.

Gliese 581 (CG)

Die Entdeckung 2007 eines habitablen Planeten um Gliese 581 ist eine Senstation. Nicht etwa weil günstige experimentelle Umstände dazu beigetragen haben, dass dieses viel schneller gelungen ist als allgemeinhin erhofft.

Die wahre Sensation ist die Entfernung: Gliese 581 ist nur 20.5 Lichtjahre von dem nächsten bekannten bewohnbaren Planeten (der Erde) entfernt, näher geht es in kosmischen Skalen nicht. Unser nächster Nachbar ist alpha-Centauri, 4.4 Lichtjahre entfernt. Selbst Optimisten hatten eine Entfernung von einigen hundert Lichtjahren zum nächsten bewohnbaren Planeten als realistisch bezeichnet. Damit verändert sich die Perspektive und die Frage: Nicht ob es Leben im Kosmos gibt, sondern wieviel Leben ausserhalb unseren Sonnensystems floriert.

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