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Gibt es eine optimale Bevölkerungsdichte?

Welche Bevölkerungsdichte wäre für ein Land wie die Bundesrepublik optimal: 40, 60, 80 oder 100 Millionen Menschen? Optimal aus wirtschaftlichen, ökologischen oder gesellschaftlichen Gründen? Oder sollte man prinzipiell, z.B. aus ethischen Überlegungen heraus, dieses Thema öffentlich nicht diskutieren und das Wachstum bzw. den Rückgang der Einwohnerzahl `ganz allein’ vor sich gehen lassen? Dieses Thema wird derzeit in der Öffentlichkeit praktisch nicht behandelt, doch könnte es für unsere langfristige Zukunft immens wichtig sein.

So könnte man in diesem Zusammenhang die äußerst kontroverse Fragestellung diskutieren, ob man weiterhin große Geldbeträge in die wirtschaftliche Förderung sogenannter “strukturschwacher Gebiete” stecken soll. Der Mensch könnte sich ja auch aus diesen Siedlungsgebieten zurückziehen und sie der Natur überlassen. Dieses Szenarium wäre denkbar, wenn es im Laufe der öffentlichen Diskussion zu einem Konsensus kommen würde, dass auch eine geringere Bevölkerungsdichte als die heutige wünschenswert sein könnte.
(von Claudius Gros / Hubertus Hauger)

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{ 1 } Comments

  1. andreu | 7. Februar 2008 at 20:28 | Permalink

    Das Thema kann nur bewusst gestaltet werden, weil der Lebensraum immer enger wird. Es wird zu einer offenen Diskussion vieler damit verbundenen Themen kommen müssen. Sätze werden ausgesprochen von manchen Personen, die hat man gehört, die hat man immer im Kopf. So sagte jemand dass die optimale Bevölkerungsgröße mit 500 Millionen weltweit sein könnte, und das man doch an ein solches Szenario denken sollte. Andere wiederum erklären dass auf unserem Planeten so viele Ameisen leben, dass ihre Masse dem Volumen von 20 Milliarden Menschen entspricht. Ich kann mich mit keinem der Argumente anfreunden. Aus systemtheoretischer Sicht sind bei beiden Argumenten Fehler zu sehen. Bei dem einen wird die Bevölkerungsgröße über eine konservative und sinnvolle Denkweise eingegrenzt um bei dem heutigen Stand der Technik ein sehr angenehmes leben führen zu können. Aber die Idee widerspricht sowohl humanen Fähigkeiten Grenzen für das leben auszudehnen als auch dem vitalen Ansatz des Lebens per se. Folgt man der Logik der Relativitätstheorie, gibt es nur dort Leben wo auch Raum geöffnet und erfahren wird. Sollte das andere Argument in Anspruch genommen werden, so ist aus systemtheoretischer Sicht das gleiche Problem zu betrachten, denn ob es 500 Millionen oder 20 Milliarden sind ist nur eine Frage der Zeit. Abgesehen davon macht es wenig Sinn 20 Milliarden Elend zu produzieren, zumal, Menschen nicht wirklich so genügsam wie Ameisen sind. Demnach sollte diese Frage mit –aus systemtheoretischer Sicht- weiteren sinnvollen Fragen beantwortet werden. So ist die Frage nach der Eroberung anderer Lebensräume als die Flächen auf festem Boden über Wasser zu beantworten wie auch eine Frage nach der Besiedlungsmöglichkeit anderer Planeten. Dies sind nur zwei denkbare Strategien. Andere jetzt noch völlig utopische Strategien, aber in Zukunft vielleicht denkbare, wären dass wir es schaffen über mentale Fähigkeiten, Zeiten und Räume freier zu gestalten und unsere Zeit zu wählen, etc… Es gibt viele denkbare Ansätze. Es sollte auf keinen Fall ein Thema sein das zur Verzweiflung führt, sondern ein Thema das Grenzen in Frage stellt.

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